Eintrag #1 vom 25. Feb. 2007 20:31 Uhr
Martin
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Hallo
Vor einigen Monaten hat mir mal jemand erzählt, dass Die Kelten angeblich Holzschwerter verwendeten - nicht nur zum trainieren sondern als wirkliche Kriegswaffe. Diese Schwerter wurden angeblich durch monatelanges Einlegen in Wasser und Trocknen über dem Feuer so gehärtet, dass sie sogar im Kampf gegen Stahlwaffen nicht zerstört wurden. Sie sollen sogar direkete Klingentreffer römischer Gladii ohne größere Beschädigung überstanden haben! Bei meiner Recherche dazu fand ich heraus, dass auch in Japan Holzschwerter im Kampf verwendet wurden. Mehr konnte ich allerdings noch nicht herausfinden. Weiß von auch jemand etwas dazu?
Gruß
Martin
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Eintrag #2 vom 26. Feb. 2007 13:35 Uhr
Sven Wolfgang Pfeifenberger
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Holzschwerter im Kampf?
In einer echten Schlacht?
In Japan?
Das halte ich -gelinde gesagt- für ziemlichen Blödsinn.
Hast du ne Quelle dazu?
Sven W.P.
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Eintrag #3 vom 26. Feb. 2007 13:51 Uhr
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Ich habe Geschichten vernommen, daß es bei Trainingkämpfen und Wettbewerben mit Bokken zu Todesfällen kam.
Eingeschlagene Schädel etc…
Ansonsten halte ich diese Aussage für eine Mär, ein Schwert soll ja nicht zuletzt schneiden, und dies mit Holz…
Die einzigen "Holz" Schwerter für den Kampf, die ich kenne, sind solche mit eingesetzen Stein-Schneiden, die sind dann aber definitiv nicht keltisch.
Gruß, Ivain
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Eintrag #4 vom 26. Feb. 2007 14:31 Uhr
Roland Lorenzen
Moin,
Holz härten durch Einweichen und späteres Trocknen?
Dadurch wird das Holz höchstens krumm aber gewiss nicht hart.
Man kann Holzoberflächen durch gezieltes Verkohlen "härten", aber natürlich nicht so, dass sie eine Stahlklinge standhalten.
Da hat man dir wohl einen Bären aufgebunden.
gruß,
Roland
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Eintrag #5 vom 26. Feb. 2007 15:38 Uhr
Daniel Herbort
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Alexander Klenner schrieb:
"Ich habe Geschichten vernommen, daß es bei Trainingkämpfen und Wettbewerben mit Bokken zu Todesfällen kam.
Eingeschlagene Schädel etc.."
Jep, das ist da schon mal vorgekommen. Bokken werden oft auch als eigene Waffengattung angesehen da damit auch diverse Halte- und Würgegriffe möglich sind die mit einem scharfen Katana logischerweise nicht anwendbar sind. Also eher eine Waffe wenn man den Gegner möglichst lebend haben wollte. Trotzdem dürfte sich der Gebrauch (von Ausnahmen mal abgesehen) auf das Schwerttrainig beschränkt haben. Und ein Bokken kann einer scharfen Katanaklinge nicht viel entgegen setzen.
Eine der bekanntesten Geschichten mit einem Bokken dürfte wohl das Duell zwischen Musashi Miyamoto und Sasaki Kojiro gewesen sein. Dort soll Miyamoto nur mit aus einem Ruder geschnitzten Bokken den mit einem Nodachi (oder auch Odachi, eine überlanges Zweihandschwert) bewaffneten Kojiro erschlagen haben. Miyamoto soll zum Duell verspätet erschienen sein was von Kojiro als Beleidigung empfunden wurden und darauf mit Wut im Bauch antratt was ihn hat unvorsichtig werden lassen.
Hier gibts übrigens ein paar nette Bilder von noch einigen erhaltenen Nodachis (man beachte besonders das Norimitsu):
japantrip.tripod.com/nodachi/odachi_gallery.html
Ok, handlich und Alltagstauglich ist etwas anderes aber trotzdem recht beeindrucken wie ich finde.
Gruß, Daniel
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Eintrag #6 vom 25. Mrz. 2007 15:33 Uhr
Johann Anton Mattes
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Ich hab in dem Osprey-Buch "Pictish Warrior" etwas über den Fund eines Holzschwertes, auf das die beschreibung passen würde aus einem Piktengrab gelesen. Ich hab den absatz nur überflogen und des halb nicht mehr so gut im Kopf. Aber es ist wohl strittig ob das ding nur eine ßbungswaffe war oder auch im Kampf eingesetzt wurde. Das Buch hat nicht zufällig grad einer Greifbar?
Ich habs verleihen und weiß nicht mehr wem. (Dreck!)
Im römischen Kontext waren es jedoch reine Trainingswaffen.
P.S: WIr haben letzte Woche mal eine 8 Kilo Keule aus altem gut gelagerten Eichenholz (ich wollte einen Baseballschläger bauen und bin ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. ;-) )gegen das stumpfe Schaukampfschwert unseres Legiopnsschmieds testen. Und wenn ich mir anschaue, was dieser massive Prügel gegen ein stumpfes Schwert schon an beschädigungen einstecken musste, dann halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass ein wie auch immer gehärtetes Holzschwert sich gegen eine Eisenwaffe behaupten kann.
Zudem halte ich es für wenig sinnvoll holzschwerter aufwendig zu schnitzen, wenn man mit einer einfachen Keule das gleiche wenn nicht sogar ein bessere Resultat erzielen kann?
Mfg: Johann
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