Eintrag #1 vom 12. Okt. 2007 17:52 Uhr
Jannik Harlinghausen
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Hallo alle miteinander.
Ich such Darstellungen, Bilder, Schnittmuster oder Beschreibungen von Gauklergewandungen aus dem 12. - 14. Jhdt.
Wäre nett, falls jemand was hätte und mir zukommen lassen könnte.
Seyd gesegnet
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Eintrag #2 vom 12. Okt. 2007 18:36 Uhr
Hannah Bender
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Hallo!
Ich persönlich kann dir da leider nicht helfen, aber gib doch einfach mal Gaukler in die Suchfunktion ein. Da findest du schon so einige Threads zu dem Thema. Da findest du sicher schon mal den ein oder andern Hinweis. Und ansonsten, geb ich dir den heißen Tipp, die Zeit weiter einzugrenzen um gescheite Antworten zu bekommen.
Grüße
Hannah
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Eintrag #3 vom 14. Okt. 2007 11:35 Uhr
Jannik Harlinghausen
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Dank dir schonma ;)
Ich hab ja scchsonmal danach gesucht, aber bei mir hat dieser Zauberkasten nix ausgespuckt, deswegen hab ich ja erst den Thread aufgemacht o_O
Ich bin auch nur für Ideen offen, also falls jemand Ideen hat soll er die mir bitte schreiben =)
Ich hoffe ich hab genug Kreativität, diese dann in Gewandungsform wiederzugeben ;)
Seyd gesegnet
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Eintrag #4 vom 14. Okt. 2007 11:52 Uhr
Georg
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Zwar fürchte ich, dass du eher nach Fantasiegauklern suchst, aber falls du einige Bilder zm Thema im Web gebrauchen kannst, dann schaue mal hier:
Suchworte wären zB musikant, narr.
Georg
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Eintrag #5 vom 14. Okt. 2007 13:02 Uhr
Jannik Harlinghausen
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Nee, ich suche schon nach was "authentischem".
Der Link is sehr hilfreich, danke dir.
Seyd gesegnet
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Eintrag #6 vom 14. Okt. 2007 19:26 Uhr
Martin
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Hi
Machs doch ganz einfach:
Näh dir eine authentische Klamotte (Bundhaube, Cotta und/oder Tunika, Brouche und Beinlinge) in ausgeflippten Farben, bzw. farbigen Mustern. Ich kenne mehrere Gaukler, die das so gemacht haben. Sieht teilweise echt gut aus und dürfte auch nicht allzu unautentisch sein.
Gruß
Martin
Martin
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Eintrag #7 vom 15. Okt. 2007 11:57 Uhr
David Seidlitz
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Musiker werden im 13.- 14. Jh. realtiv häufig in bunt gestreifter Kleidung dargestellt (bspw. Codex Manesse, Kreuzfahrerbibel).
David
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Eintrag #8 vom 15. Okt. 2007 16:32 Uhr
Jens
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Moin,
Was nu, 12tes? 13tes? 14tes? 12tes _bis_ 14tes geht nicht, da musses wohl etwas genauer sein.
Zu Gauklern im 14ten gibts Publikationen vom Middelaldercentret Nyköbing, sowie in dem:
wwwdiu-minnezit.de/buecher.php?[
] Buch
Gruss, Jens
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Eintrag #9 vom 16. Okt. 2007 16:07 Uhr
Karen Thöle
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Hi!
Ja, wir haben durchaus einige ältere Threads mit Inhalten, die Dir weiterhelfen könnten, auch wenn es nicht genau um deine Fragestellung geht. Aus einem dieser Threads kopiere ich eine Bücherliste, die ich früher schon mal gepostet habe, und schreibe die Kommentare dazu ein wenig um. In dem damaligen Thread ging es um Musiker; da aber Musiker und Gaukler und alle Arten von Unterhaltungskünstlern im Mittelalter als Spielleute bezeichnet wurden und unter vergleichbaren Bedingungen lebten, ist das Meiste davon auch wohl für Dich relevant.
Ernst Schubert: Fahrendes Volk im Mittelalter. Bielefeld 1995.
Untersucht Fahrende vom Kesselflicker über den Musiker bis zur Wanderhure und kommt so zu einem sehr umfassenden Verständnis der gesamten Problematik "Fahrende". Bei den Instrumentenbezeichnungen: Vorsicht, die ßbersetzungen von lateinischen oder mittelhochdeutschen Begriffen, die er z.T. benutzt, bezeichnen heute oft etwas ganz anderes als im Mittelalter!
Wolfgang Hartung: Die Spielleute im Mittelalter. Gaukler, Dichter, Musikanten. Darmstadt 2003.
Interessante Anregungen, interessante Quellen (vor allem, wenn man sich dann noch seine eigenen Gedanken macht…).
Sabine Zak: Musik als Ehr und Zier im mittelalterlichen Reich. Neuss 1979.
Geht in einem Exkurs auch auf die Spielleute ein, beschäftigt sich sonst mehr mit der Funktion von Musik und Instrumenten im höfischen und städtischen Umfeld.
Walter Salmen: Der fahrende Musiker im europäischen Mittelalter. Kassel 1960.
Inzwischen in den Schlußfolgerungen und der Darstellung etwas veraltet, aber die Quellen, die er anführt, sind immer noch zu gebrauchen. Es gibt von ihm noch ein neueres Buch zu gleichen Thema, aber das ist das gleiche wie dies hier, aber nur wenig erweitert und dafür ohne Fußnoten und darum nicht überprüfbar.
Antonie Schreier-Hornung: Spielleute, Fahrende, Außenseiter: Künstler der mittelalterlichen Welt. Göppingen 1981.
Das Ziel des Buches ist eigentlich, zu untersuchen, ob die sog. "Spielmannsepen" wirklich von Spielleuten geschrieben werden konnten, aber es bringt einige interessante Fragestellungen, mit denen scheinbar klare Annahmen hinterfragt werden können.
Margit Bachfischer: Spielleute, Gaukler und Vaganten: Spielmannskunst im Mittelalter. Augsburg 1998.
Eigentlich kein wissenschaftliches Buch, da Belege durch Fußnoten weitgehend fehlen, dafür das einzige, das auch zahlreiche Abbildungen hat.
Zur Kleidung der Spielleute insgesamt ist zu sagen, daß sie häufig als Lohn für ihre Auftritte getragene Kleidung bekamen. Sie haben also wohl ungefähr das gleiche angehabt wie ihre Zielgruppe. Im Rahmen von großen Festen, oder wenn ein Spielmann für eine längere Zeit zum Gefolge eines Adligen gehörte, wird der sie möglicherweise auch mit neuer Kleidung ausgestattet haben. So könnte es zu den schon angesprochenen "bunten Farben" gekommen sein. In Zeiten, in denen mi-parti-Kleidung vorkam, also Kleidung, bei der die linke Hälfte eine andere Farbe hat als die rechte, sind es oft gerade die Spielleute, die so etwas tragen.
Ich habe mich bisher mehr mit Musikern beschäftigt. Wie es bei Gauklern aussieht, die quasi als Artisten körperlich anstrengende Sachen machen, weiß ich so auf Anhieb auch nicht. Ich bin aber sicher, daß ihre Kleidung, wie auch die der anderen Spielleute, auf der normalen Alltags- bzw. Festkleidung der jeweiligen Zeit basiert, sie dann bei ihrem Auftritt vielleicht nur die Bruche, die Unterhose anhaben. Ich kenne sogar ein Bild von einem Jongleur aus dem 12. Jahrhundert aus dem Legendarium aureum aus den Stiftsbibliotheken der Abtei Heiligenkreuz, auf der genau das zu sehen ist.
Ich rate Dir übrigens auch, Dir ein Jahrhundert zu überlegen, zu dem Du Dich dann passend ausstattest. Wenn Du relativ schlichte Sachen nimmst, kannst Du vielleicht das eine oder andere mitverwenden, wenn Du doch Interesse an mehreren Jahrhunderten findest. Aber Dinge zu kombinieren, die deutlich erkennbar ins 12. UND ins 14. Jahrhundert gehören, ist dann doch nicht so prickelnd.
Ich hoffe, ich habe Dir geholfen.
Bis denn
Karen Thöle
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